
Stadt Erfurt
Sehenswürdigkeiten stadt Erfurt Deutschland
Schönste Häuser am Domplatz sind die Grüne Apotheke und das Renaissancehaus Zur Hohen Lilie. An der Ostsei- te des Platzes beginnt die Marktstraße, einst Teil der via regia und Sitz der angesehensten Händler. Am Fischmarkt vor dem Rathaus kreuzte sie sich mit der Nord- Sud-Handelsstraße. Imposantester Bau dort ist das neogotische, 1871 fertiggestellte Rathaus mit reich ausgestattetem Festsaal. Die Nordseite begrenzt das Haus Zum Breiten Herd, die Südseite das Haus Zum Roten Ochsen, beides reichgeschmückte Renaissancebauten.
Der Roland auf dem Platz stammt von 1591. Hinter dem Rathaus beginnt die berühmte Krämerbrücke. Sie liegt ebenfalls im Zug der alten via regia, wurde schon 1117 genannt und ist beiderseits als Brückenstraße mit Fachwerkhäusern bebaut. Als Ensemble ist sie einzigartig nördlich der Alpen. Nach Nordwesten zweigt vor der Krämerbrücke die Michaelisstraße ab, deren Anfang auch Steinerne Chronik Erfu rts ” genanntwird. Beim Grundstück Nr. 39 stand die so berühmte alte Erfurter Universität, das heutige Haus Nr. 39 ist Bibliothek und enthält die berühmte Sammlung .Amploniana mit 4000 Handschriften. Die Augustinerstraße führt zu Augustinerkloster und Augustinerkirche. Hier kam Martin Luther ins Kloster. Von den Ordensgebäuden ist der schöne Comthureihof von 1593 erhalten. Die Leninstraße enthält mit ehemaligen Waidjunkersitzen besonders reichverzierte Spätrenaissancehäuser, wie das Haus Zum Stockfisch, in dem heute das Museum für Stadtgeschichte untergebracht ist, das Haus Zum Mohrenkopf und das Haus Zum Gekrönten Hecht. Der Anger ist einer der ältesten Plätze der Stadt mit reichverzierten Renaisssancehäusern. Das Haus Zum Schwarzen Löwen war während des Dreißigjährigen Krieges die Residenz des schwedischen Statthalters. Der kurmainzische Packhof an der Ecke Bahnhofstraße ist ein schmuckvoller Barockbau und enthält heute das Anger-Museum mit einer der größten Sammlungen mittelalterlicher Kunst in Deutschland.

Sehenswürdigkeiten erfurt
Der Bartholomäusturm enthält seit 1979 mit 60 Glocken das größte Glockenspiel der DDR. Das Dacherödensche Haus hat das schönste Renaissanceportal Erfurts. Zur Zeit Goethes war es Treffpunkt so großer Geister wie Goethe, SchilleroderWilhelmvon Hurnboldt, die sich hier um die Hausherrin Caroline von Dacheröden versammelten. Die ehemalige Statthalterei ist das monumentalste Profangebäude der Altstadt. Es entstand 1720 aus zwei älteren Patrizierhäusern, hat prachtvollen Renaissanceschmuck, eine schöne Barockfassade und einen großen Festsaal, in dem 1808 das Treffen Goethes mit Napoleon stattfand. Im Geleitshaus nebenan wohnte Goethe übrigens häufig, wenn er zu Besuch in Erfurt weilte. In Erfurt gab es einst neben gut 20 Pfarrkirchen noch etwa 15 Klöster und Stifte und natürlich ebenso viele Kirchen. Sie brachten der Stadt den Beinamen” Die Turmreiche” ein. Die interessantesten von ihnen sind die Barfüßerkirche mit den ältesten Glas- fenstern Erfurts und die Predigerkirche der Dominikaner, die neben dem Dom über die reichsten Kunstschätze verfügt. Zu nennen sind vor allem ein spätgotischer Lettner von 1410 und der geschnitzte Doppelflügelhochaltar von 1492. Kirche in der Predigerstraße ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Die Cruciskirche hat die schönste barocke Innenausstattung, die RegIerkirche den größten Schnitzaltar, und die Schottenkirche ist die einzige romanische Kirche der Stadt.
