Burg Gutenfels Kaub
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Burg Gutenfels
So heißt die Burg über Kaub erst seit 1504. Damals war Landgraf Wilhelm von Hessen gezwungen von ihr abzulassen. 45 Tage lang hatte er Burg und Stadt belagert und sie mit über 1200 steinernen und eisernen Kanonenkugeln beschossen. Ihre Rettung verdanken sie der Sage nach dem herzhaften Bürgermädchen Else Welzer. Ihre Tat wird alljährlich mit dem Trachtenspiel “Elslein von Kaub” gefeiert.
Kaub Trinitatis
Die Burg, vorher schlicht “Cube” genannt, was “Kaub” bedeutet, taufte der dankbare Burgherr in “Gutenfels” um. Sie war um 1200 im Besitz der Falkensteiner gewesen, ging aber mitsamt der Stadt 1277 durch Kauf an die Pfalzgrafen. Die witterten hier nach dem Rheinzoll von Bacharach eine neue ergiebige Geldquelle gleicher Art. Nach dem Bau der Zollburg auf der Insel im Rhein wird Burg Kaub zum Zankapfel, bleibt aber Besitz der Pfalzgrafen. Nachdem sich die Hessen an ihr die Zähne ausgebissen hatten, stritten sich im Dreißigjährigen Krieg Schweden und Spanier immer wieder um sie.
Das brachte Schäden. Sie wird zurechtgeflickt und dient so bis 1803 als Altersheim für invalide Soldaten. Napoleon gibt Weisung, sie auf Abbruch zu verkaufen. Sie gerät aber in rettende Hände. Der heutige Besitzer pflegt den gut erhaltenen Bau aus den Tagen der Staufer als Burghotel weiter, der Nachwelt zur Freude.

Burg Pfalzgrafenstein Kaub
Stadt – Kaub und die Pfalz im Rhein
Im Zuge der Erbauung von Burg Gutenfels umgibt sich Kaub um 1200 mit einer Stadtmauer. Eigenes und fremdes Gut gilt es zu schützen. Denn damals lud man wertvolle Schiffsfrachten oberhalb des Binger Lochs auf Rollwagen um und brachte sie mit Pferd und Wagen von Rüdesheim bis Kaub. Das hat jahrhundertelang beiden Orten viel Geld eingebracht. In Kaub
Kauber Schiffermast
kommen um 1355 die ergiebigen Dachschiefergruben als Einnahmequelle hinzu. Alten Wohlstand sieht man der Stadt heute noch an, ihren stattlichen Wohnhäusern vor allem. Eins mit romanischem Giebel ist an die 650 Jahre alt. Keller alter Häuser liegen oft oberirdisch wegen des alljährlichen Hochwassers. Die Erdgeschoßräume sind dann über Außentreppen zugänglich. Der reichste und größte Fachwerkbau von Kaub ist wohl der “Goldene Hirsch” von 1575. Bedeutend ist auch das einstige Gasthaus “Stadt Mannheirn”, erbaut 1780, mit echten alten Stoff tapeten. Hier hat Blücher Quartier bezogen, nachdem er Napoleon bis an den Rhein verfolgt hatte. In der Neujahrsnacht 1813/14 wagte er dann mit 100.000 preußischen Soldaten den denkwürdigen Rheinübergang auf einer Brücke aus Lastkähnen. Blüchers Wohnräume in Kaub sind heute Museum mit vielen Erinnerungsstücken an seine Zeit.