
Am Wochenenden und Feiertagen fliehen die Istanbuler aus ihrer lärmenden Stadt ins nahe Umland, in längeren Ferien lieber an das Mittelmeer oder die Ägäis. Wer Massen scheut, dem empfiehlt sich daher der Sommer für Trips zum Marmarameer und westlichen schwarzen Meer.
Die äußerst vielfältigen Landschaften um Istambul reichen von dichten Wäldern zu offenen Ebenen mit dräuenden Bergen am Horizont. Wer wenig zeit hat, findet nahe Oasen wie den Belgrader Wald und, mit dem Boot ein Katzensprung, die Prinzeninseln, deren Pinienwälder und Klöster man gemütlich in Pferdekutschen erkunden kann.
Leuchtende, sanft dahin wellende Sonnenblumenfelder begleiten die Fahrt zum ferneren, seit dem 7. Jahrhundert v.Chr. besiedelten Edirne. Hauptmagnet dieser ehemaligen osmanischen Hauptstadt sind ihre stilvollen Moscheen, allen voran die Selimiye-Moschee.
Architektonische Attraktionen bietet südlich des Marmarameers auch der hübsche Kurort Bursa, als griechische Siedlung 183 v.Chr. gegründet und später ebenfalls eine Hauptstadt des Osmanischen Reichs. Nahe dem Ausgang der Dardanellen, der Meerenge zwischen Marmarameer und Ägäis, wurde das sagenumwobene Troja ausgegraben, dessen älteste Schichten man auf 3600 v.Chr. datiert. Nördlich der Dardanellen gedenken Friedhöfe der im Ersten Weltkrieg bei Gallipoli ( Gelibolu ) Gefallenen.